Bild des Monats - Heiligenkirchen

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Bild des Monats

Vom Schwimmen in der Berlebecke zum Freibad Berlebeck-Heiligenkirchen
Solange es noch keine Badeanstalt gab, wurde in der Berlebecke gebadet. 1927 wurde die Badeanstalt von den Gemeinden Berlebeck und Heiligenkirchen ausgebaut. Das Foto zeigt die Familie Wolf 1928 in der ausgebauten Badeanstalt (im Hintergrund zu sehen das Schwimmbecken und rechts das Gebäude für die Umkleiden).

Aus den Aufzeichnungen von Heinrich Heerde
"Der Gemeindeausschuß billigt den Ausbau der Badeanstalt mit der Gemeinde Berlebeck und
verpflichtet sich 50 % der Mehrkosten bis zu 2 200 RM außer den staatlichen Zuschüssen
zu garantieren, wenn die Schulgemeinde 1/3 der jährlichen Zinsen zahlt. Den Auftrag erhält
die Fa. Gebrüder Plöger zum Angebotspreis von 6.268,50 RM. Er muß sich verpflichten,
seinen Arbeitern den Tariflohn von 1,04 RM pro Std. zu zahlen.

Die Eintrittspreise für die Badeanstalt betragen:
Jahreskarte für Erwachsene ab 17 Jahren 3 RM                    RM = Reichsmark
Jahreskarte für Jugendliche 14 - 17 Jahre 2 RM
Jahreskarte für Kinder bis 14 Jahren 1 RM
Tageskarte 20 Pfg
Zellenkarte 10 Pfg"

Protokoll des Badeanstaltausschusses vom 19.06.1932:
Antrag auf Freigabe der Badeanstalt für besondere Zeiten als Frauenbadestunde.
Genehmigt werden an 2 Vormittagen von 9 - 10 Uhr und an einem Tag von 12 - 13 Uhr.
Es wird beschlossen, montags und donnerstags eine Stunde von 12.30 Uhr bis 13.30 Uhr
die Badeanstalt für Frauen freizuhalten bis auf Widerruf.
Es wird eine Klage gegen Herrn L. besprochen, der sich nicht den Vorschriften
entsprechend in der Badeanstalt verhalten hat. Der Bademeister wird angewiesen jede
Person, die sich ungebührlich oder unsittlich benimmt, sofort aus der Badeanstalt
auszuweisen. Es wurde weiter beschlossen, den Erwerbslosen beider Gemeinden 3 freie
Badestunden in der Woche und zwar am Montag, Mittwoch und Donnerstag von 6.30 Uhr bis
7.30 Uhr einzuräumen. Diese Zeiten dürfen nicht überschritten werden.

1947 kam es zu einem weiteren Ausbau der Badeanstalt. Wie schwierig solche Bauvorhaben in dieser Zeit waren, zeigen Aufzeichnungen aus Heiligenkirchen:
 
"Der erste Ausbau der Badeanstalt wurde durchgeführt. Zement war nicht zu kriegen. 
Die Möbelfabrik Daum sprang mit Lieferung von 3 Küchenbüfetts ein. 
Im Kompensationswege erhielt die Gemeinde 200 Ztr. Zement geliefert.
..... Die Badeanstalt wurde mit weiteren 4.003,-- RM weiter ausgebaut."
 
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